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Zusammensetzung des Baumbestands

Mit:Matti Maajärvi, UPM

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Matti Maajärvi, UPM

Zusammensetzung des Baumbestands

nachhaltige forstwirtschaft

Einheimische Baumarten wachsen gut und erhalten die Biodiversität.

Einheimische Baumarten bilden die Grundlage von Waldökosystemen. Weil sie sich im Laufe der letzten Jahrtausende an die klimatischen Bedingungen und Lichtverhältnisse in ihrem Verbreitungsgebiet angepasst haben, wachsen einheimische Baumarten gut und sind gegen Waldschäden resistent. Andere im Wald vorkommende Arten haben sich an das Leben mit einheimischen Baumarten angepasst. Deshalb sind sie für die biologische Vielfalt wichtig.

Zu den einheimischen Baumarten in Finnland zählen die Gemeine Fichte (Picea abies), die Waldkiefer (Pinus sylvestris) und zwei Birkenarten, die Hängebirke (Betula pendula) und die Moorbirke (Betula pubescens). Dies sind auch die Baumarten mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung. Die finnischen Wälder bestehen zu 50 Prozent aus Kiefern, zu 30 Prozent aus Fichten und zu 17 Prozent aus Birken. Der Anteil anderer Baumarten liegt bei nur 3 Prozent. Darin enthalten sind andere Laubbäume wie die Espe (Populus tremula), die Grau- und die Schwarz-Erle (Alnus incana und Alnus glutinosa), die Eberesche (Sorbus aucuparia) und die Sal-Weide (Salix caprea). In der Waldvegetationszone am Südrand der kalt-gemäßigten Zone ganz im Süden von Finnland finden sich auch Laubbaumarten wie die Stieleiche (Quercus robur) und der Spitzahorn (Acer platanoides). In anderen Landesteilen kommen Hartholzarten als Einzelbäume oder kleine Baumgruppen vor.

In der Forstwirtschaft richtet sich die Auswahl der Hauptbaumarten nach der Fruchtbarkeit und der Feuchtigkeit des Waldbodens. In trockenen Heidewäldern und auf nährstoffarmen Torfböden wird vorwiegend auf Kiefern gesetzt. Auf fruchtbareren Mineralböden und in nährstoffreichen Feuchtgebieten hingegen dominieren Fichten. Laubwälder wachsen an fruchtbaren Standorten und an den Ufern von Gewässern. Für die Holzproduktionskapazität des Waldes spielt die Auswahl der richtigen Baumart für den jeweiligen Standort eine entscheidende Rolle.

Die Auswahl der Hauptbaumart richtet sich zwar nach dem jeweiligen Standort, aber das Ziel sind gemischte Baumbestände. Im Vergleich zu Monokulturen mit nur einer Art hat ein gemischter Baumbestand eine Reihe von Vorteilen, etwa im Hinblick auf das Nährstoffgleichgewicht, die Produktivität des Waldbodens, höhere Widerstandsfähigkeit gegen Waldschäden, bessere Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Bedingungen und höhere Biodiversität. Diese Merkmale versucht man auch nadelbaumdominierten Beständen herzustellen, indem man über den gesamten Rotationszyklus des Waldes hinweg einen Laubbaumanteil von mindestens 10 Prozent einplant.

In gemischten Nadelbaumbeständen ist die häufigste Laubbaumart die Birke. Bei fortwirtschaftlichen Maßnahmen werden zur Förderung der biologischen Vielfalt neben Birken auch andere, seltenere Laubbäume erhalten. Diese Baumarten unterstützen andere, auf das Leben mit diesen Bäumen spezialisierte Arten. Seltenere Baumarten Arten eignen sich deshalb auch gut als Retentionsbäume.

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