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Verjüngungshieb

Mit:Teemu Tolppa, Metsäkonepalvelu Oy

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Teemu Tolppa, Metsäkonepalvelu Oy

Verjüngungshieb

nachhaltige forstwirtschaft

Ein reifer Wald liefert Holz für viele Zwecke.

Wenn ein Waldbestand „ausreift“, verlangsamt sich sein Wachstum. Ältere Bäume mit geschwächten Vitalfunktionen sind für natürliche Schäden durch Wettereinflüsse, Pilze und Insekten anfälliger. In Nutzwäldern sollte mit der Waldverjüngung begonnen werden, wenn das jährliche Wachstum des reifen Waldes sich abschwächt, die Bäume aber noch gesund sind. Der richtige Zeitpunkt stellt das bestmögliche wirtschaftliche Ergebnis für die Waldbesitzer sicher und sorgt dafür, dass hochwertige Rohstoffe für Holzprodukte geerntet werden können.

Wann ein Wald hiebsreif und für die Verjüngung bereit ist, hängt von Faktoren wie dem Breitengrad, der Baumart und dem Bodentyp ab. In Finnland liegt das Verjüngungsalter normalerweise zwischen 60 und 120 Jahren. Laubwälder weiter im Süden erreichen die Hiebsreife eher als Nadelwälder im Norden. In Finnland sind die Verjüngungsflächen mit durchschnittlich rund 1,5 Hektar verhältnismäßig klein.

Zwei Faktoren lösen eine natürliche Verjüngung aus: zum einen das Absterben einzelner Bäume infolge kleinskaliger dynamischer Prozesse im Kronendach und zum anderen das Absterben eines ganzen Waldbestandes aufgrund größerer Störungen durch natürliche Schadenereignisse. In Nutzwäldern gilt die gleiche ökologische Regel wie in Naturwäldern: Voraussetzung für die Verjüngung ist, dass zunächst vorhandene Bäume fallen. Deshalb beginnt die Verjüngung mit der Ernte.

Die häufigsten Methoden für den Verjüngungshieb sind der Kahlschlag und die Mutterbaummethode. Beim Kahlschlag werden mit Ausnahme von Retentionsbäumen, Totholz und anderen geschützten Bäumen alle Bäume gefällt. Dann wird der Boden für das Pflanzen von Sämlingen oder die Aussaat vorbereitet. Bei der Mutterbaummethode werden Bäume der vorigen Generation (je nach Art 20 bis 100 pro Hektar) am Ernteort belassen, um Samen zu produzieren. Der Boden benötigt nur wenig Vorbereitung und die Verjüngung erfolgt über die nächsten Jahre hinweg auf natürliche Weise.

Je nach den Erfordernissen kann an manchen Standorten auch ein kleinräumiger Kahlschlag oder ein Streifenschlag sinnvoll sein. Sie können dort zum Einsatz kommen, wo es einen hohen Freizeitwert, landschaftsbauliche Erfordernisse oder spezielle Umweltziele zu berücksichtigen gilt oder wenn eine erfolgreiche Waldverjüngung mit anderen Methoden teuer und schwierig wäre.

Wälder können auch als Dauerwälder wachsen. In diesem Fall findet keine Endnutzung im eigentlichen Sinne statt und die Verjüngung erfolgt auf natürliche Weise, wenn die Bäume der dominanten Schicht geerntet werden. Das vorhandene Unterholz bleibt stehen. Um eine kontinuierliche Waldbedeckung zu gewährleisten, muss so viel Holz geerntet werden, dass neue Bäume geeignete Wachstumsbedingungen vorfinden. Damit die Dauerwaldwirtschaft forstwirtschaftlich und wirtschaftlich praktikabel ist, müssen der Standort und die Waldstruktur eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen.

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