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Verjüngungsgebiete

Mit:Timo Lehesvirta, UPM

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Timo Lehesvirta, UPM

Verjüngungsgebiete

nachhaltige forstwirtschaft

Viele Arten sind an das Leben in offenen Umgebungen angepasst.

In etwa gleichaltrigen Waldbeständen ist der letzte Schritt in der Waldrotation der Verjüngungshieb. Dabei wird ein Großteil der Bäume geerntet und es entsteht eine offene Fläche. Es werden aber nicht alle Bäume entnommen, sondern Retentionsbäume erhalten, die im zukünftigen Wald für strukturelle Abwechslung und Totholz sorgen. Es werden keine Bäume in Pufferzonen zu Gewässern geerntet, und auch Schlüsselbiotope sind vom Einschlag ausgenommen. Totholz wird zum Schutz der Biodiversität nicht entfernt. Indem geplant wird, wo Retentionsbäume stehenbleiben sollen, lässt sich das Landschaftsbild nach der Ernte verbessern.

Ein reifer Baumbestand lässt wenig Sonnenlicht durch und verbraucht einen Großteil der Wachstumsressourcen im Waldboden. Durch die Endnutzung ändern sich die Verhältnisse drastisch. Der Raum, den die dominanten, großen Bäume eingenommen haben, steht dann wieder Arten zur Verfügung, die unter einem geschlossenen Kronendach nicht gedeihen können. Auf fruchtbaren Böden nehmen verschiedene Gras- und Krautarten ihren Platz in der Bodenflora ein. Es wächst Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und eine der wichtigsten finnischen Waldbeerenarten, die lichthungrige Himbeere (Rubus idaeus) findet einen für sie geeigneten Lebensraum. Durch die tiefgreifende Veränderung der Vegetation ändert sich auch die Insektenfauna. Mit ihrem blühenden Bewuchs locken Verjüngungsgebiete Bestäuber an.

Die Verjüngungsfläche bleibt jedoch nur für kurze Zeit offen. Schon bald nach der Endnutzung – meist schon im selben oder im darauffolgenden Jahr – wächst eine neue Generation von gepflanzten oder natürlich regenerierten Bäumen heran. Der neue Baumbestand setzt sich rasch durch, und die Bäume erobern innerhalb weniger Jahre ihre dominante Stellung zurück.

Im Landschaftsbild des Waldes wechseln sich Verjüngungsflächen, Jungwald und reife Waldbestände ab. Insgesamt ist es wichtig, dass es Waldbestände unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Entwicklungsstufen gibt. Die in einem Verjüngungsgebiet geerntete Holzmenge wird durch das gleichzeitige Wachstum anderer Waldflächen ausgeglichen. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder bieten fortlaufend Ressourcen, die sowohl die Bedürfnisse der Natur als auch der Menschen erfüllen.

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