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Totholz

Mit:Mikko Pirilä, UPM

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Mikko Pirilä, UPM

Totholz

nachhaltige forstwirtschaft

Totholz ist ein Schlüsselelement für die Biodiversität.

Unter Totholz versteht man die abgestorbene, verrottende Holzbiomasse im Wald. Der Begriff Totholz umfasst verschiedene Baumarten und Baumteile unterschiedlichen Durchmessers. In der Forstwirtschaft versteht man unter Totholz in der Regel Stämme mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern. Diese Art von Totholz entsteht durch natürliche Prozesse, wenn Bäume aufgrund ihres Alters, des Wettbewerbs um Ressourcen, widriger Wetterbedingungen oder biotischer Schäden wie beispielsweise Insektenbefall absterben. Je nachdem, auf welche Weise ein Baum abgestorben ist, kann das Totholz stehenbleiben und sich weiter zersetzen oder bereits auf dem Erdboden liegen.

Totholz ist ein wichtiges Strukturelement von Wäldern. Es leistet einen maßgeblichen Beitrag zur biologischen Vielfalt des Waldes. Viele im Wald lebende Arten sind im Laufe ihres Lebenszyklus auf verrottendes Holz als Lebensraum oder Nahrung angewiesen. Es gibt zahlreiche Holz bewohnende Pilz- und Insektenarten. Aufsitzermoose und Flechten besiedeln Totholz. Stehendes Totholz bietet zahlreichen Vögeln Lebensraum zum Brüten und zur Futtersuche. In Totholz mit kleinerem Durchmesser, beispielsweise Ästen, leben zahlreiche Schlauchpilzarten, während Porlinge typischerweise an verrottenden Stämmen zu finden sind. Schätzungen zufolge sind in Finnland ein Viertel aller im Wald lebenden Arten in irgendeiner Weise von Totholz abhängig – das sind etwa 4000 bis 5000 Arten.

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Totholzmenge in den finnischen Wäldern zurückgegangen. Früher meinte man, Totholz aus den Wäldern entfernen zu müssen, um Schäden durch Pilz- und Insektenbefall zu verhindern. Seit mehr als 20 Jahren ist Totholz jedoch ein fester Bestandteil nachhaltiger Forstwirtschaftspraktiken. Moderne Forstwirtschaftsrichtlinien enthalten Anleitungen zur Steigerung der Totholzmenge. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen machen sich nicht sofort bemerkbar. Bestandsaufnahmen zeigen allerdings, dass das Totholzvolumen in unseren Wäldern wieder zunimmt. Durch die Erhaltung von vorhandenem Totholz und das Belassen von Retentionsbäumen werden zukünftige Waldbestände mehr Totholz aufweisen, das sich aus vielen Baumarten in unterschiedlichen Verrottungsstadien zusammensetzt. Das wird sich positiv auf die biologische Vielfalt im Wald auswirken.