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Schutz des Fischadlers

Mit:Juhani Koivu, Sääksisäätiö

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Juhani Koivu, Sääksisäätiö

Schutz des Fischadlers

nachhaltige forstwirtschaft

Der Fischadler profitiert von langfristigem Schutz.

Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist ein großer Taggreifvogel. Er brütet ab April und ist dann in Finnland häufig zu finden. Ende August zieht er zum Überwintern nach Afrika.

Auch wenn Fischadler sich ausschließlich von Fisch ernähren, bauen sie ihre Nester häufig in großer Entfernung von Gewässern. Ihr Lebensraum reicht von offenen Sümpfen bis zu Nutzwäldern. Als Nistplätze bevorzugen Fischadler hohe, ruhig gelegene Bäume mit freier Rundumsicht. Sie bauen ihre Nester stets in einer möglichst hoch gelegenen Astgabel. Gerne nisten sie in alten Kiefern mit flacher Krone und starken Ästen, die höher sind als die umstehenden Bäume. Oft brüten sie jahrzehntelang im gleichen Nest.

Fischadler nehmen auch künstliche Nester an. Mittlerweile brüten viele von ihnen auf künstlichen Nistplattformen, die Hobby-Ornithologen mit Genehmigung der Grundbesitzer für sie errichten. Wichtig ist, das künstliche Nest so zu platzieren, dass der Standort die natürlichen Anforderungen von Fischadlern an ihren Lebensraum erfüllt. Forstwirtschaftliche Tätigkeiten und Landnutzung sind so zu gestalten, dass sie den Lebensbedingungen des Fischadlers entsprechen.

Nistbäume sind gesetzlich geschützt, egal ob das Nest in dem jeweiligen Jahr besetzt ist oder nicht. Auch in der Nachbarschaft von Fischadlernestern werden bei forstwirtschaftlichen Maßnahmen spezielle Richtlinien befolgt. Um die Vögel nicht beim Brüten zu stören, müssen Holzernte und andere forstwirtschaftliche Tätigkeiten zwischen September und März stattfinden. In der unmittelbaren Umgebung des Nestes sollte möglichst kein Kahlschlag erfolgen, weil die Nistbäume damit für Windschäden anfällig werden. Aus diesem Grund müssen Pufferbäume belassen werden. Fischadler neigen dazu, ihr Nest zu verlassen, wenn es von benachbarten Bäumen überragt wird. Um das zu verhindern, sollte eine selektive Durchforstung durchgeführt werden, die rund um das Nest für Freiraum sorgt.

Der Fischadler ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich der Bestand einer Art durch geeignete Schutzmaßnahmen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten positiv entwickeln kann. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Fischadler in Finnland nahezu ausgestorben. In der aktuellen finnischen Roten Liste gefährdeter Arten wird er nicht mehr als gefährdet eingestuft. Dies ist das Ergebnis der aktiven Schutzarbeit.

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