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Pflege des Sämlingsbestands

Mit:Jaakko Eronen, Hämeen Metsätyö Oy

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Jaakko Eronen, Hämeen Metsätyö Oy

Pflege des Sämlingsbestands

nachhaltige forstwirtschaft

Die Pflege des Sämlingsbestands ist für gutes Waldwachstum wichtig.

Unter einem Sämlingsbestand oder Jungwuchs versteht man einen jungen Waldbestand, in dem noch kein Nutzholz geerntet werden kann. Die Gesundheit und ein guter Zustand des Jungbestands sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Waldes. Eine gute Jungbestandspflege zahlt sich in zukünftigen Jahrzehnten durch einen hochproduktiven, gut wachsenden Wald aus.

Der erste Schritt in der Pflege des Jungwuchses ist das Freistellen. Bei Fichten- und Waldkieferbeständen erfolgt es, wenn die Bäume drei bis sechs Jahre alt und etwa einen Meter hoch sind. Bei Nadelbäumen besteht wegen ihres vergleichsweise langsamen Wachstums die Gefahr, dass sie in den ersten Jahren von schneller wachsenden Laubbäumen und anderem Bewuchs überholt werden. Die Entnahme unerwünschten Holzes muss rechtzeitig erfolgen, damit erwünschte Bäume am Leben bleiben und so gut wie möglich wachsen können.

Nach dem Freistellen wird der Jungbestand ausgedünnt. Das erfolgt üblicherweise, wenn die Bäume eine Höhe von drei bis fünf Metern erreicht haben. Ziel ist, bis zur ersten kommerziellen Durchforstung einen Bestand in der richtigen Dichte zu schaffen. In den ersten Wachstumsjahren des neuen Waldes wird ein gepflanzter Sämlingsbestand durch natürlich regenerierte Bäume ergänzt. In dieser Phase beläuft sich die Stammzahl pro Hektar häufig auf mehrere Tausend Bäume. Bei der Erstdurchforstung des Jungbestands wird die Stammzahl radikal reduziert, um das weitere Wachstum zu sichern. Dabei wird eine gute Mischung verschiedener Baumarten mit einem Laubbaumanteil von mindestens zehn Prozent angestrebt.

Das frühe Freistellen von Jungbäumen kann entweder mit einem Freischneider oder mechanisch mit speziellen Jätgeräten durchgeführt werden. Die erste Durchforstung von Sämlingsbeständen erfolgt immer manuell.

Da die Jungwuchspflege sich auf den gesamten Rotationszyklus auswirkt, muss sie zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, um die Produktivität des Waldbestands sicherzustellen. Sie beschleunigt das Waldwachstum, sodass die erste kommerzielle Durchforstung früher stattfinden kann. Die richtige Jungwuchspflege senkt auch die forstwirtschaftlichen Kosten und sichert die Investitionen in die Waldverjüngung.

Wertvolle Lebensräume und andere Schutzflächen wie Pufferzonen an Gewässern sind von allen forstwirtschaftlichen Tätigkeiten, auch der Jungwuchspflege, ausgenommen. Bei der Jungwuchspflege wird die biologische Vielfalt gefördert, indem Dickichte für Wild und Retentionsbaumgruppen unangetastet bleiben. Auch die unmittelbare Umgebung von Totholzstämmen wird zur Erhaltung des Mikroklimas nicht bearbeitet. Seltene Baumarten werden erhalten.

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