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Lebensraum auf Brandflächen

Mit:Markku Lemola, Heinäjoki Fire department

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Markku Lemola, Heinäjoki Fire department

Lebensraum auf Brandflächen

nachhaltige forstwirtschaft

Kontrolliertes Brennen schafft Lebensraum für feuerabhängige Arten.

In der kalt-gemäßigten Zone sind Waldbrände ein Bestandteil der natürlichen Sukzession des Waldes. In den meisten Wäldern in Finnland hat es irgendwann einmal gebrannt, in der Regel sogar mehrmals. Nach einem Brand kann sich der Waldbestand wieder erneuern. Vorkehrungen zum Brandschutz sorgen dafür, dass natürliche Waldbrände heute sehr selten sind und nur kleinräumig auftreten. Das mag aus der Sicht von Waldbesitzern und im Hinblick auf Sicherheit und Klimaschutz positiv klingen, ist aber auch eine Ursache für den Rückgang feuerabhängiger Arten.

Kontrollierte Brände sind eine sichere Methode zur Förderung der Artenvielfalt im Wald. Darüber hinaus versorgen sie die neue Baumgeneration mit Nährstoffen und beschleunigen damit ihr Wachstum. In Nutzwäldern wird das Abbrennen mit Maßnahmen zur Waldverjüngung kombiniert und erfolgt im Anschluss an den Endhieb. Durch das Abbrennen von Retentionsbaumgruppen oder der Sonne ausgesetzter Eskermoränen können kleinere Lebensräume für feuerabhängige Arten geschaffen werden. Kontrolliertes Brennen bereitet den Boden für neues Baumwachstum vor und dient dem Naturmanagement. Auf sorgfältig ausgewählten Flächen kann es zur Waldverjüngung eingesetzt werden.

Die Stelle, an der das Feuer gelegt wird, muss sorgfältig ausgewählt werden. Rund um die abzubrennende Fläche muss ein ausreichend breiter Schutzstreifen angelegt werden. Der richtige Zeitpunkt ist abhängig von der Witterung und der Feuchtigkeit. Wenn es zu trocken oder zu windig ist, besteht das Risiko, dass der Brand außer Kontrolle gerät. Ist es zu feucht, brennt das Feuer nicht richtig.

Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt an der Brandstelle machen sich sehr schnell bemerkbar. Auf verbranntem Holz lebende Arten sind an die kargen Bedingungen auf Brandflächen angepasst und breiten sich daher schnell aus. Als erstes siedeln sich meist der Rothalsige Düsterkäfer (Phryganophilus ruficollis) und der Schwarze Kiefernprachtkäfer (Melanophila acuminata) an. Man trifft sie bereits an, wenn das Feuer noch gar nicht vollständig erloschen ist. Sie verfügen über Rezeptoren, mit denen sie Hitze und Rauch wahrnehmen können und spüren Waldbrände aus Entfernungen von bis zu 100 Kilometern auf.

Ein Jahr nach dem Brand sind dann holzbewohnende Pilze zu finden, und da das Feuer die im Waldboden vorhandenen Samen frei gelegt hat, gedeiht die Bodenvegetation. Die Samen einiger Gefäßpflanzen, wie des Böhmischen Storchschnabels (Geranium bohemicum), keimen nur, wenn sie starker Hitze ausgesetzt sind.

Kontrolliertes Brennen muss sorgfältig geplant werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundbesitzern, Forstexperten, freiwilligen Helfern und der Feuerwehr gewährleistet die erfolgreiche und sichere Umsetzung. Brennmaßnahmen werden in der Regel von der örtlichen Bevölkerung interessiert verfolgt und finden breite Unterstützung seitens der Gemeinden.

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