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Durchforstung

Mit:Osmo Kääriäinen, Metsäkonepalvelu Oy 

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Osmo Kääriäinen, Metsäkonepalvelu Oy 

Durchforstung

nachhaltige forstwirtschaft

Durchforstung sorgt dafür, dass die wertvollsten Bäume sich optimal entwickeln können.

Damit Bäume wachsen können, brauchen sie Licht, Wasser und Nährstoffe. Die einzelnen Bäume stehen im ständigen Wettbewerb um die im Wald vorhandenen Wachstumsressourcen. Wer an einer geeigneten Stelle ausreichend Platz zum Wachsen hat, ist im Vorteil. In Nutzwäldern fördert man mithilfe der Durchforstung das Wachstum der besten Bäume. Die Durchforstung generiert für Waldbesitzer Umsatzerlöse aus dem Holzverkauf und produziert Holzrohstoff für die Forstindustrie.

Mit der Durchforstung werden die ausgewählten Bäume konsequent gefördert. Durch die Reduzierung der Baumzahl in einem Waldbestand werden die im Waldboden vorhandenen Ressourcen für die verbleibenden Bäume verfügbar gemacht. Mehr Platz bedeutet auch mehr Licht. Das ermöglicht eine effektivere Fotosynthese, die zu einer verstärkten Biomasseproduktion beiträgt. Wenn die Bäume um sich herum mehr Platz haben, nimmt ihr Stammdurchmesser schneller zu und sie verwenden mehr Kraft auf ihre Kronenbildung. Auch unter der Erde finden Veränderungen statt: Bäume bilden stärkere Wurzelsysteme aus, um mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen zu können.

Durchforstete Waldbestände produzieren mehr Nutzholz. Bäume, die unter ungünstigeren Bedingungen wachsen, würden letztlich infolge des Wettbewerbs absterben. Wenn die Durchforstung des Waldes zum richtigen Zeitpunkt stattfindet, trägt sie zur Steigerung der Nutzholzmenge bei. Außerdem legen die Bäume durch die Durchforstung an Qualität und Wert zu, was wichtig für die Profitabilität ist.

In Waldbeständen mit etwa gleich alten Bäumen erfolgt die Durchforstung in der Regel durch die Ernte kleinerer und minderwertiger Bäume. Die besten Bäume im dominanten Kronendach werden belassen und können unter optimalen Bedingungen weiterwachsen. In Dauerwaldbeständen werden die größten Bäume gefällt, damit im Kronendach Öffnungen entstehen, welche die Verjüngung aus dem Unterholz heraus ermöglichen.

In Finnland erfolgt die Durchforstung im Waldrotationszyklus häufig in zwei Runden. Die erste Durchforstung findet statt, wenn der Waldbestand rund 25 bis 45 Jahre alt ist. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Entwicklung des Waldbestandes, den Baumarten und der geographischen Lage ab. Die zweite Durchforstung erfolgt 20 bis 30 Jahre später.

In Beständen mit überwiegend Nadelbäumen wird über den Rotationszyklus ein Laubbaumanteil von mindestens zehn Prozent angestrebt. Der Anbau gemischter Bestände mit einheimischen Baumarten unterstützt die Artenvielfalt der Wälder. Das wirkt sich auch positiv auf die Produktivität des Waldes aus und sorgt dafür, dass das Waldökosystem widerstandsfähiger gegen natürliche Schadenereignisse ist. Seltene Baumarten werden wegen ihres Werts für die biologische Vielfalt nicht gefällt.

Wertvolle Lebensräume, Pufferzonen um Gewässer und andere geschützte Bereiche bleiben unangetastet. Schon bei der Durchforstung ist es möglich, zukünftige Retentionsbaumgruppen und Dickichte zu erhalten, in denen Wildtiere Schutz finden können. Die forstwirtschaftliche Planung ist stets langfristig ausgerichtet. Der Schutz der biologischen Vielfalt steht mit diesem Ansatz im Einklang.

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