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Beerensammeln

Mit:Riina Sipovaara

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Riina Sipovaara

Beerensammeln

vielfältige waldnutzung

Wildbeeren sind das Superfood des Nordens.

Das Beerensammeln ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten. Umfragen zufolge ist es eine Beschäftigung, der über die Hälfte aller Erwachsenen in Finnland gerne nachgeht. Das Beerensammeln ist in Finnland überall gestattet. Das finnische Jedermannsrecht (Jokamiehenoikeudet) legt nämlich fest, dass jeder der in Finnland lebt oder durch Finnland reist, das Recht hat, die Natur zu genießen, indem er zum Beispiel im Wald Pilze und Beeren sammelt oder zeltet – egal, wem das Grundstück gehört. Ausgenommen sind natürlich Wohngebiete, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Naturreservate.

Zu den Beerenarten mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung zählen die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), die Moltebeere (Rubus chamaemorus), die Himbeere (Rubus idaeus) und die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinum oxycoccos).

Finnische Waldbeeren sind ein wahres Superfood. Sie sind reich an Nährstoffen und enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als viele andere Obstsorten. Darüber hinaus haben sie in der Regel einen hohen Gehalt an Polyphenolen – also pflanzlichen Inhaltsstoffen, die antioxidativ wirken. Aufgrund ihres Nährstoffgehalts und ihrer positiven Gesundheitswirkungen wird empfohlen, täglich 100 Gramm Beeren zu essen.

Die Heidelbeere wächst in der Regel in semifruchtbaren Heidewäldern und den Übergangszonen zwischen Torf- und Mineralböden, während die Preiselbeere trockenere Mineralböden bevorzugt. Die Moltebeere und die Gewöhnliche Moosbeere gedeihen in Torfmooren. Die Himbeere ist eine Pionierart an offenen Standorten. Sie ist häufig auf frisch verjüngten Waldflächen und am Straßenrand zu finden.

In einem guten Jahr kann sich der Wert der gesammelten Wildbeeren auf über 100 Millionen Euro belaufen. Zwar werden Beeren auch gewerblich gesammelt, aber in der Regel landet ein Großteil der Ernte direkt in den Tiefkühlschränken und auf den Tellern privater Haushalte.

Der Wildbeerenertrag des jeweiligen Jahres hängt von den Wetterbedingungen im vergangenen und aktuellen Sommer, der Schneedecke im letzten Winter und der erfolgreichen Bestäubung ab. Beeren, die im Frühjahr und im Frühsommer blühen, sind für Wetteränderungen besonders empfindlich. Nur bei günstigen Wetterbedingungen kann die Bestäubung erfolgreich stattfinden.

Auch die Forstwirtschaft wirkt sich auf das Vorkommen von Wildbeeren aus. Je nach ihrer Alters- und Bestandsstruktur bieten Wälder Lebensraum für unterschiedliche Beerenarten.

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